Jan Hoet - White Cube: Das MARTa als Gesamtkunstwerk

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SILOGESPRÄCHE mit Jan Hoet - White Cube: Das MARTa als Gesamtkunstwerk (29.04.2008) Das vierte Silogespräch thematisiert den musealen Raum in seiner architektonischen Bedeutung für die Ausstellungspraxis. Eingeladen dazu ist Jan Hoet, Direktor des MARTa Herford. Der 1936 geborene Belgier baute das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst S.M.A.K. in Gent auf, eines der renommiertesten Häuser für Gegenwartskunst in Europa. 1986 machte er sich mit der Ausstellung „Chambres d’Amis“ einen Namen im internationalen Ausstellungskontext: 70 Genter Bürger stellten ihre private Wohnung als öffentlichen Raum für eine Kunstinstallation zur Verfügung.

Später wurde der charismatische Belgier zum Leiter der documenta IX im Jahr 1992 ernannt. Er intendierte mit seinem Konzept einer „documenta der Orte“ die Befreiung der Ausstellung von der Last eines erdrückenden theoretischen Überbaus. Der Körper und körperliche Erfahrungen standen im Mittelpunkt, sein Ansatz war betont subjektiv und emotionsbezogen. Die documenta IX interessierte ein breites Publikum für moderne Kunst.

1998 wurde die MARTa Herford gGmbh von der Stadt Herford und einheimischen Unternehmen gegründet, Jan Hoet wurde zum Leiter, Frank O. Gehry zum Architekten berufen. Eröffnet wurde das MARTa im Mai 2005 mit der Ausstellung (my private) Heroes. Das MARTa (M = Möbel/Museum, ART = Kunst, a = Ambiente/Architektur) versteht sich als Forum für zeitgenössische Kunst, das in erster Linie die Beziehungen zwischen Kunst, Design und Architektur untersucht.

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